Kaj Munk - Gezeichnet 1927 von Knud NørholmDas Kaj Munk Forschungszentrum
Kroghstræde 3, Raum 4.117
DK-9220 Aalborg Ost
Dänemark
kmf@hum.aau.dk
Telefon +45 99 40 91 24
Karte
 


Übersicht über
die Projekte des
Kaj Munk
Forschungszentrums
per ultimo 2008



Neuerscheinung

Freedom of the Press: On Censorship, Self-censorship, and Press Ethics

Freedom of the Press
On Censorship, Self-censorship, and Press Ethics
Edited by
Søren Dosenrode

(click for info)



On demand Videos

 - Erstes Kaj Munk
    Seminar,
    29. August 2006


 - Das Wort,
    Amateurbühne
    Münster



Forschung

 - Sprachliche
    Stilstudie


 - Annotierte
    Textdatenbasen

    (Artikel:
    "Semantische Suchen
    in Kaj Munks
    Textuniversum")



Mehr über Munk

  Bibliographie

  Zeittafel
 Leben Kaj Munks



Das Forschungs-
zentrum

  Vorstand

  Forschungsrat

  Mitarbeiter



  Einführung

  Geschichte

  Bezug

  Aufgabe

  Donatoren


Vedersø auf der Karte
- Google Maps -

 - Das Pfarrhaus

 - Die Kirche


Auszug aus Havenyt.dk:

  - Wo wächst
   Kaj Munks
   blaue Anemone?



Der dänische Kulturkanon:

  - Kaj Munks Schauspiel
   “Ordet” (“Das Wort”)


Seitenanfang > kulturkanon
Urheberrecht   Dansk Diese Seite drucken

Der dänische Kulturkanon

Kaj Munks Schauspiel “Ordet” (“Das Wort”) wurde in den Kulturkanon für Theaterstücke des dänischen Kulturministeriums aufgenommen.

  Auszug aus dem dänischen Kulturkanon (eigene Übersetzung):

Ordet, 1932 (Das Wort, 1932)
Kaj Munk (1898 — 1944)

In einer Schauspielgeschichte, die von kleinbürgerlichem gesundem Menschenverstand geprägt ist, ist das wahnwitzige und irrationelle Schauspiel Ordet des Dichterpfarrers Kaj Munk in jeglicher Hinsicht eine Rarität. Ein angefochtenes Werk, verfasst während eines sechs Tage anhaltenden Schreibrausches, der “den Mut des Gebets” lobpreist und “die Möglichkeit des Wunders” in unserer Zeit verkündigt. Die Geschichte spielt an der Westküste, auf Borgensgård [einem grossen Hof], auf dem der grundtvigianische Grossbauer Mikkel Borgen seinem Sohn Anders verbietet, die Frau, die er liebt, zu heiraten, weil sie aus einer Innermissions-Familie stammt. Der Traum des alten Mikkel ist es, seinen Hof auch weiter als das Zentrum des geistigen Lebens in seiner Gemeinde zu sehen, und dieser Plan harmoniert schlecht mit den innermissionarischen Schwarzsehern. Mikkels gutherzige Schwiegertochter Inger versucht vergeblich, ihn davon zu überzeugen, dass Meinungsverschiedenheiten und Bauernhändel gegenüber der Liebe zurückweichen müssen. Ingers reiner, unverfälschter Kinderglaube vermag die streitenden Parteien nicht zu bewegen. Erst als Inger unerwartet im Kindbett stirbt, um danach vom geistesgestörten Johannes wieder zum Leben erweckt zu werden, erst da siegt der Kinderglaube über alle Vernunft.

Nichts ist leichter, als “Das Wort” zu kritisieren. Einerseits für den radikalen Genrewechsel: Die ersten Akte sind eine Volkskomödie, während die letzten Akte Charakter eines Wunderspiels haben. Andererseits für die Derbheit, welche die Dialoge prägt, und ihnen einen Hauch von kaltem Kalkül verleiht. Aber die Kritik verstummt, weil “Das Wort” mit einer Wildheit geschrieben ist, die bewirkt, dass man Szene für Szene verschlingt. Es ist schwierig, Platz für Zweifel zu finden, so lange man sich in Kaj Munks überspanntem Universum befindet.

“Ordet” wurde zum ersten Mal 1932 am Betty Nansen Theater aufgeführt.




Link zur Webseite:
www.kum.dk/sw34246.asp
 
     Das Kaj Munk Forschungszentrum

Stand: 30. Juni 2011